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05.06.2018

GGE Thementag Süd

„Evangelisation – Menschen erreichen, Menschen gewinnen“

„Evangelisation – Menschen erreichen, Menschen gewinnen“, dies war das Thema des 2. Regionaltags der GGE Bayern-Süd, der am 14. April als Tagesseminar in der EFG Kempten stattfand. Es war das Ziel, neu zu ermutigen und zuzurüsten, die gute Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen. Hauptthema war das Verstehen und Führen eines evangelistischen Gesprächs. Fast jeder kennt die Hemmnisse in der konkreten Situation, wirklich den Mund aufzumachen. Es fehlen einem einfach die Worte oder das Zeugnis verpufft irgendwie. Dann entstehen Entmutigungen, Unsicherheit und es fällt einem beim nächsten Mal umso schwerer. Manch einer ist so ziemlich stumm geworden. - Es bleiben dann die „Evangelisten“, die besonders Begabten, die es dann eben tun sollen. Aber berufen, das Zeugnis vom Evangelium weiterzusagen, sind wir alle als Christen! Wir alle sollen Licht und Salz sein, wir alle sollen seine Zeugen sein. Eben dazu war das evangelistische Gespräch der inhaltliche Schwerpunkt des Tages.
Für dieses Thema konnte ein besonderer Referent gewonnen werden: Mario Wahnschaffe. Er ist Pastor in einer Pfingstgemeinde in Bonn, die sehr international geprägt ist. Sein besonderes Thema ist das Gespräch mit Muslimen über das Evangelium. So entstand der Gedanke, dass wenn jemand es mit der Hilfe des Herrn gelernt hat, mit Muslimen über die anspruchsvollen Inhalte des Glaubens gewinnend zu sprechen, er etwas weiter zu geben hat. Und genauso konnte man es an diesem Seminartag erleben. - Lebendig und abwechslungsreich, mit vielen ermutigenden und z.T. berührenden Zeugnissen aus Begegnung oftmals bei Straßeneinsätzen vermittelte Mario Wahnschaffe anschaulich und hilfreich Erfahrungen und Einsichten zum Führen eines Evangelistischen Gesprächs. Zum einen fiel bald auf, dass Jesus Christus für ihn immer im Mittelpunkt steht und er die Menschen nicht zuerst zu einer Botschaft sondern zu einer Person führt, die sie liebt, zu Jesus selbst. Dazu blieb neben vielem anderen ein Schema im Gedächtnis, ein Unterteilen des Gesprächs in drei Phasen. 

Drei Phasen des evangelistischen Gesprächs
  • Zunächst in der Gebetsphase, sich unmittelbar vorher auf den Herrn auszurichten, zu beten und zu hören.
  • Dann die (entscheidende!) Phase „sich auf den Weg zum anderen zu machen“, die Identifikationsphase – der Versuch „zur Insel des anderen zu kommen“. Die leitende Frage dabei: Wer ist der andere als Mensch? Fragen zur Person, aber dann vor allem nach der Welt des anderen führen hier weiter. Die Geschichte des anderen hören. Was sind seine Träume? Was schmerzt ihn, wo ist die Not, was bewegt den anderen? – Dies war die Erfahrung und Empfehlung, so zu versuchen, beim Leben des anderen anzukommen - eben so, dass Verständnis, Vertrauen und Einfühlungsvermögen entstehen kann.
  • Auf dieser Basis schließlich kann sich eine Tür öffnen für die Botschaftsphase, um das Evangelium, die gute Nachricht, persönlich sagen zu können. Der Referent riet den Teilnehmern zudem dabei u.a. das eigene Zeugnis gut parat zu haben und es in nur 60 Sekunden vortragen zu können. Denn die Gelegenheit es zu erzählen, ist zwar dann da, die Zeit bzw. Aufmerksamkeit dafür ist aber oft kurz. Bei den meisten Beispielen des Referenten kam auch bei dieser Phase stark herein, auch hier im Gespräch immer wieder zu beten und vom Herrn Schlüssel zu erbitten, die entscheidend den Weg zum anderen eröffnen können.

Wie der Referent dies konkret erzählte, kann man hier nochmal genauer nachhören.

Umrahmt wurde der Tag von der guten Gastfreundschaft der Gemeinde. Ein starkes Küchenteam versorgte die ca. 100 Teilnehmer liebevoll, so dass es an nichts fehlte.
War der GGE-Tag nun eigentlich am frühen Samstagabend zu Ende gegangen, so folgte doch, wie viele es empfanden am nächsten Tag der eigentliche Höhepunkt. Mario Wahnschaffe war zum Sonntagsgottesdienst als Prediger eingeladen und griff das Thema Evangelisation und bei Christus neuen Mut und Hilfe zu finden nochmals auf. War der Samstag schon ein Segen und eine Freude gewesen, erlebte dieser Gottesdienst besonders Gottes Kraft, was in der Zeit des Lobpreises und für viele dann besonders in der gleichzeitigen Ministryzeit erlebt wurde.
So danken wir dem Herrn für dieses gelungene und gesegnete Wochenende. Möge die Frucht und der Segen dieses Wochenendes bleiben und wachsen und dem Reich Gottes dienen, dass SEINE Botschaft weitergesagt wird und Menschen hier bei uns im Allgäu.

Maik Schneider


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